Lerngeschichte im U3-Bereich

Dieser Junge im U3-Bereich beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit Magnetbausteinen. Am Anfang steht das Experimentieren mit diesem Material im Vordergrund. Er fügt die verschiedene Teile zusammen und bemerkt sehr schnell, dass sich einige Bausteine nicht nur anziehen, sondern auch abstoßen. Er setzt sich somit schon mit mathematisch/physikalischen Gesetzmäßigkeiten auseinander. Zuerst arbeitet er nur mit wenigen Steinen, die sich eher zufällig miteinander verbinden. Doch mit der Zeit wuchs die Anzahl der Steine und auch seine Vorgehensweise wurde gezielter.

Er weiß nun genau in welche Position er die Steine legen muss, damit sie sich zu einem Dreieck verbinden. Nun setzt er mehrere Dreiecke zusammen, bis sie eine Reihe ergeben. „Jetzt hab ich eine lange Schlange.“ stellt er zufrieden fest.

Allmählich wird das Konstruieren immer präziser und sein Handeln planvoller. Er möchte gern ein Haus bauen und beginnt die Quadrate so zu positionieren, dass sie sich leicht zu einem Würfel zusammenfügen lassen. Diesen Vorgang wiederholt er noch dreimal und setzt nun je zwei Würfel übereinander. Seine Begeisterung ist groß als es „klickt“ und sich die 4er-Konstruktion miteinander verbindet. „Schau mal, das wird ein Doppelhaus mit zwei Etagen“, erklärt er ganz stolz. Nun fehlen nur noch die Dächer. Dazu steckt er zwei Quadrate an einer Seite zusammen und setzt sie oben auf die beiden „Doppelhaushälften“.

Durch die intensive Auseinandersetzung mit diesem Material konnte sich das Kind Fähigkeiten und Fertigkeiten angeeignet, die es ihm ermöglichen, auch andere Konstruktionen, wie beispielsweise diese Krone, anzufertigen.

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